4 Tipps für zweifelnde Autor*innen

Blicke ich die letzten zwei Jahre zurück, lief es als Autorin ziemlich gut. Ich hab mein erstes Buch geschrieben und vom wunderbaren Ylva Verlag eine Zusage bekommen. Nicht einmal ein Jahr später kam dann The Score of Our Life raus.

Ich war ein richtiger Glückspilz.

Und 2026 bis jetzt so?

Im April kam bei Saga Egmont das Hörbuch zu The Score of Our Life raus, ich hab mein zweites Buch Shades of Us fertiggeschrieben und feile gerade an einem Sequel zu meinem Debüt.

Aber natürlich kann es nicht immer so gut laufen.

Alles, was hinter mir liegt, lässt mich nicht (mehr) an der Qualität meiner Geschichten oder an mir zweifeln. Ganz im Gegenteil. Heute fühl ich mich als E. J. Keys so sicher wie noch nie. Und die kann genau das tun, was ihr Spaß macht: Schreiben.

Natürlich kommt es vor, dass persönliche Herausforderungen Zeitpläne durcheinanderbringen. Dass mir meine anderen Jobs die Energie nehmen, an meinen Buchprojekten weiterzuarbeiten. Dass ich mein Zeug nicht so schaffe, wie ich es gerne würde. Dass Deals platzen. Und wisst ihr was?

Das ist okay.

An alle, die manchmal zweifeln: I got you.

Das Gefühl darf da sein. Aber irgendwann darf es auch gern leiser werden.

Hier drei Tipps, die dich vielleicht vom Zweifeln fernhalten:

  1. Umgib dich mit Menschen, die an dich glauben. Das klingt simpel, aber es ist eine unfassbar reiche Ressource. Ich weiß nicht, ob ich mich als Autorin so sicher fühlen würde, wenn ich nicht Familie und Freund*innen hätte, die mich supporten, auffangen und manchmal daran erinnern, was ich selbst gerade nicht sehen kann.
  2. Wechsle die Perspektive. Der eigene innere Kritiker schreit oft am lauteste. Also lass ihn kurz, aber dann schau dich aus einer anderen Perspektive an. Das machen wir Schreibende doch ständig mit unseren Figuren. Schau dich aus den Augen deiner Lieblingsprota an. Vielleicht siehst du dann, wie viel Mut, Arbeit und Herzblut in dir und deinem Projekt steckt. Look, how shiny you are!
  3. Gib dem Zweifel Raum, aber bloß keinen eigenen Plot. Sieh es eher als Ressource. Dieses fiese Feeling kann dir ein paar gute Szenen bescheren (Stichwort Innenleben 😉). Lass es sagen, was es zu sagen hat und mach dann einen Punkt.
  4. Heb den Kopf, lass den Blick in die Ferne schweifen. Manchmal wartet außerhalb der eigenen Gedankenkarussell schon etwas Helleres. Ein neuer Blick, eine Einladung zu einem Konzert im Pub um die Ecke, eine spannende Plot-Idee. Oder einfach der Mond, der dir zeigt, wie klein deine Sorgen eigentlich sind.

Zu zweifeln bedeutet nicht, dass du irgendwie falsch bist. Vielleicht heißt es nur, dass es dir verdammt wichtig ist, was du da tust. Und das ist eigentlich ziemlich schön.

Kennst du jemanden, der oft zweifelt? Schick der Person doch diesen Beitrag und sag ihr, wie toll sie ist!