Bye 2025, hi 2026

Heute ist der 8. Jänner 2026 und ich bin mit meinem Jahresrückblick ein bisschen spät dran. Deswegen verbinde ich das ganze gleich mit einer Vorschau für das neue Jahr.

Das letzte Jahr war ziemlich aufregend für mich. Es war arbeitsreich, spannend, in vielerlei Dingen herausfordernd und schön. Ende 2024 habe ich The Score of Our Life fertiggeschrieben. Kurz darauf habe ich Glückspilz den ersten Verlag mit meiner Geschichte überzeugen können, den ich angeschrieben habe. Und ich hätte mir nie ausgemalt, dass das klappen könnte. Jetzt, über ein Jahr später, ist meine Geschichte publiziert und ich bin auf der Zielgeraden, den zweiten Roman fertigzustellen.  

2025: So viele erste Male

Ins Jahr 2025 bin ich mit dem Wissen gestartet, dass ich den Ylva Verlag an meiner Seite habe. Dass meine Geschichte unterstützt, veröffentlicht und (vermutlich) gelesen wird. So war ich in meiner Rolle als Autorin so beflügelt wie noch nie zuvor. Ja, ich hab immer schon irgendwie geschrieben. Mal mehr und mal weniger – aber noch nie so diszipliniert wie seit Herbst 2024. Dort ist der Funke zu einem Feuer geworden, was seither brennt und mich antreibt.

Man könnte sagen, ich habe bis The Score of Our Life noch nie investiert. Und genau damit bin ich ins Jahr 2025 gestartete: Ich habe sehr viel Zeit und Leidenschaft in mein Buch und Arbeit als Autorin gesteckt. Ich habe begonnen, mich auf Instagram als E. J. Keys zu zeigen, was gelinde gesagt auch eine große Herausforderung war, aber dazu später mehr. Ich habe mit meiner wunderbaren Lektorin (Shout out an Steffi aka LyraLektorat) und meinem Verlag alles getan, um aus The Score of Our Life das Beste herauszuholen. Und rückblickend kann ich mit großer Gewissheit sagen: All das hat sich ausgezahlt.

Auf der Frankfurter Buchmesse hatte mein Debütroman seinen Pre-Release und ich bin meinem Verlag für diese Chance sehr dankbar. Denn es hätte nicht besser laufen können. The Score of Our Life war das zweibestverkaufte Buch am Stand von Ylva und das Team und ich konnten so viele Leser*innen von meinem Buch überzeugen. Obwohl sie mich gar nicht kannten. Ich war wirklich hin und weg. Es war meine erste Frankfurter Buchmesse und meine zweite ever und ich bin mir anfangs wie ein kleines Alien vorgekommen, das auf einem anderen Planten abgestellt wurde. Aber das Ylva-Team und alle Besucher*innen waren so lieb, dass ich mich an diesen zwei Tagen immer wohler gefühlt habe. Obwohl ich eigentlich am liebsten hinter meinem Schreibtisch hocke, war es großartig mit all den Leser*innen zu sprechen. Vielleicht bin ich da ein bisschen wie Eloise aus meinem Buch. Sie dachte auch lang, der einzige Raum in dem sie zufrieden ist, wäre ihre stille Bibliothek. Doch dann kommt sie drauf, dass sie auch an etwas lauteren Orten aufblühen kann.

Am 6. November 2025 hatte mein Buch dann seinen offiziellen Release und auch da war das Interesse unerwartet groß. Kurze Zeit war mein Buch sogar in allen bei Amazon hinterlegten Verkaufskategorien auf Platz 1. Seither dümpelt es noch immer zwischen Platz 8 und Platz 40 herum. Das bedeutet für mich also, Leute lesen es und das erfüllt mich mit großer Freude. (Was, ihr habt es noch nicht? Dann holt es euch schnell hier oder bei der (Online-)Buchhandlung eures Vertrauens!)

Auch die Rückmeldungen und Rezensionen, die ich erhalte sind gut. Vielen gefällt es, manchen nicht – und damit bin ich völlig fein. Ich habe mich lange gefragt, was die erste Ein-Stern-Rezension mit mir machen wird. Und ich glaube, soweit ich das jetzt beurteilen kann, gehe ich gut damit um. Es sind Meinungen von Leser*innen für Leser*Innen und das ist gut so. Ich selbst lese mir auch Rezensionen durch, bevor ich mich für einen Kauf entscheide. Ich bin allen sehr dankbar, dass sie welche hinterlassen – ob gut oder schlecht.

Am 18. Dezember hatte ich auch meine erste Lesung. Es kamen rund 20 Leute und ich war sehr aufgeregt. Glücklicherweise waren die meisten davon meine Freunde, weshalb ich mich sehr save für meine erste Lesung gefühlt habe. Sie fand im MARK Salzburg statt. Das ist ein offenes Kulturzentrum für zeitgenössische Kunst- und Kulturvermittlung am Rand von Salzburg. Ich fand es sehr schön, meine allererste Buchlesung dort zu halten. Zum einen, weil ich lange dort gearbeitet (zuerst als Praktikantin und dann als ehrenamtliches Vollmitglied). Und zum anderen, und das ist ein sehr großer Punkt, weil ich solche Einrichtungen essenziell für eine Stadt empfinde, in der hauptsächlich sogenannte „Hochkultur“ gefördert wird. Das MARK Salzburg setzt sich vor allem für Subkultur ein und kämpft immer wieder um seine Daseinsberechtigung. Also falls ihr einmal das schöne Salzburg besucht und euch nicht nur Mozart und Klassik beschäftigen wollt, ist das ein Geheimtipp für euch.

The Social Media Game

Vor knapp einem Jahr habe ich mir ein Instagram-Profil und eine Website erstellt. Da das Herumwurschteln auf Sozialen Plattformen, der Kampf mit dem Algorithmus und das Bauen von Websites mitunter Teil von meinem Hauptberuf ist, war das jetzt nicht allzu fremdes Territorium für mich. Und doch ist hier ein Teil komplett neu: Während ich bei meinen Jobs immer nur hinter der Kamera bin und über anderes berichte, bin ich als E. J. Keys die Hauptfigur auf meinem Kanal. Und das ist nach wie vor schräg für mich. Ich hab also versucht monatelang soweit es geht über mein erstes Buch zu teasern und Blinks aus meinem Alltag zu zeigen. Ich war dann wirklich froh, als mein Buch rausgekommen ist, weil ich dann etwas Handfestes hatte, was ich in die Kamera hab zeigen können. Nicht nur mein Gesicht. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich mich angestellt habe, als Raquel (Social Media-Verantwortliche vom Ylva Verlag) alle Autor*innen gebeten hatte, ein Video mit gesprochenem Text für die Buchmesse zu machen. Ich kam mir vor wie der erste Mensch. Aber seither poste ich immer mal wieder Reels, in dem ich labere – und tatsächlich labere ich etwas zu viel, weil mir ständig die Zeit ausgeht.

Also, ja – ich spiele jetzt das Social Media Game. Zumindest versuche ich es. Ich bin überhaupt keine Expertin und manchmal komm ich mir vor, als würde ich den Thrash-Channel im glitzernden Bookstagram-Bubble betreiben – aber hey, das ist okay für mich.

Fazit vom Jahr 2025

Das Jahr war krass. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich hab viel erlebt, viel neues kennengelernt und viel investiert. Ich bin in meiner Rolle als Autorin und Künstlerin gewachsen – bin mutiger geworden. Ich hab so viel Unterstützung von meiner Familie und von meinen Freunden erfahren, dass ich ihnen allen unendlich dankbar bin. Auch das hat mich beflügelt. Ich hab viele neue Leute kennengelernt und viele neue Dinge getan.

Das Jahr hat mir gezeigt, dass es okay ist groß zu träumen. Nicht alle Träume gehen in Erfüllung, und das ist okay. Aber es gibt auch einige, die es tun. Und deswegen werde ich weiterträumen und weiterschaffen. Manche Wünsche gehen nicht aus purem Zufall in Erfüllung. Obwohl ein ziemlich großer Teil Glück ist, gehört auch Herzblut dazu. Und davon hab ich noch viel übrig. Doch wie geht es im neuen Jahr konkret weiter? Was sind meine Pläne und Wünsche?

Meine Pläne für 2026

Gleich zu Beginn des Jahres steht eines ganz oben auf meiner Liste: Schreiben. Schreiben. Schreiben. Shades of Us, mein zweiter Roman, muss bis Februar fertig sein. Es ist keine Fortsetzung von The Score of Our Life, aber eine der Hauptfiguren hat einen kleinen Auftritt darin. Während mein Debüt sich neben der Liebesgeschichte stark mit dem Raum für kreatives Schaffen auseinandergesetzt hat, geht es in Shades of Us samt Liebesgeschichte um die radikale Kraft von Kunst – für die Betrachtenden und die Schaffenden gleichermaßen. Dort folgen wir einer Fotografin, die sich von der Kunst abgewandt hat. Und natürlich erleben wir, wie sie sich ihr wieder annähert. Es ist auch hier wieder richtig spannend für mich, in die verschiedenen Themen einzutauchen.

Im zweiten Quartal bis zum Sommer wird dann vermutlich die Überarbeitung mit meiner Lektorin stattfinden. Wann Shades of Us genau erscheint, kann ich nicht genau sagen. Aber ich vermute mal Anfang 2027. Aber bis dahin werde ich versuchen, euch anderswertig mit Stoff aus meiner Feder zu versorgen. Gleichzeitig steht nämlich auch die Überarbeitung einer Kurzgeschichte an, die bereits geschrieben ist. In einem weihnachtlichen Spin-Off zu The Score of Our Life bekommt ihr ein bisschen mehr von Anneli und Eloise zu lesen und Our Light Within wird voraussichtlich zur Buchmesse erscheinen.

Und natürlich bleibt auch The Score of Our Life ein großes Thema im neuen Jahr. Ich werde versuchen, mein Buch und mich als Autorin präsenter zu machen. Das ist jetzt nicht gerade das, was ich gut kann, aber ich werde mein bestes versuchen.

  • The Score of Our Life wurde erfreulicherweise in der Kategorie Queer Newcomer bei den WSQ-Community-Awards gewählt. Die Nominierungswahlen (also die Wahlen für die Longlist) finden von 16. – 18. Januar 2026 (0:00 Uhr – 18:00 Uhr) statt. Ich werde dazu wohl noch einen extra Beitrag machen, da der Wahlprozess auf dem ersten Blick nicht ganz so einfach wirkt. Ich würde mich aber auf jeden Fall freuen, wenn ihr mir eure Stimme gebt. Dazu müsst ihr euch bis zum 14. Jänner noch einen Account zulegen (hier registrieren). Hier erfährt ihr die ganzen Details rund um den Vergabeprozess.
  • Am 18. Jänner steht meine zweite Lesung an: Sie findet online im Rahmen der Allabendlichqueer-Lesungen, moderiert von den Literatunten Berlin, statt. Hier ist der Link zum Zoom-Raum. Die Lesung beginnt um 19:20 Uhr.
  • Irgendwann im März bin ich außerdem zu Gast bei der Salzburger Radiosendung SchreibLust. Das wird dann später auch auf Spotify nachzuhören sein. Ich werde dort mit der Host und Autorin Diana Kauba über mein Buch, hoffentlich über Virginia Woolf und über das Schreiben allgemein sprechen.
  • Bis Ende 2026 möchte ich auf meinem Instagram-Autorinnen-Account die 1000-Follower*innen-Marke erreichen. Falls ihr mir noch nicht folgt: Hier bin ich zu finden.
  • Außerdem möchte ich mit meinen schreibenden Kolleginnen etwas mehr auf Social Media machen. Mit der Autorin Stevie Jo zum Beispiel stehen ein paar Videoprojekte an – seid also gespannt und haltet die Augen offen: Ihr Debütroman erscheint bald!
  • Natürlich bin ich wieder bei der Frankfurter Buchmesse vom 7. bis 11. Oktober am Ylva-Stand vertreten! Mit The Score of Our Life und hoffentlich Our Light Within im Gepäck.
  • Zwei konkrete Ziele auf meiner Löffelliste erreichen: 1. Mein Buch in einer Buchhandlung sehen. und 2. _________ (Das ist ein Platzhalter bis zum Zeitpunkt der Verkündung). Ich werde es euch bald verraten – denn: ich weiß jetzt schon, dass dieser Punkt in Erfüllung gehen wird und es ist einfach zu groß ist, um es einfach in einen Blogbeitrag untergehen zu lassen.

Wenn ihr also weiter meine Bücher lesen wollt, mehr über mein Schreiben und allgemein über das Leben als Autorin erfahren, flapsige Videos anschauen und den einen oder anderen Buchtipp haben wollt – dann folgt mir weiterhin.

Ich verspreche, euch mit mehr Geschichten zu versorgen!

Eure Keys